Innovation !

Ideen ermöglichen, umsetzen, erfolgreich machen – eine Idee mehr

Tipps

Filed under: Change Management,Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 10:10 pm on Mittwoch, April 30, 2008

Die wichtigsten Ergebnisse der Online-Umfrage zum Einsatz und zur Wirksamkeit neuer Medien im Change Management stellt der Forschungs-Weblog der Uni Stuttgart zur Verfügung.

Informieren Sie sich über das Forschungsprojekt und tauschen Sie sich mit Wissenschaftlern und Praktikern aus zum Thema Change Management.

Nur gegen Bares erhalten Sie bem Portal Innovations-Wissen Informationen, Methoden und Tools zum Thema Innovationsmanagement. Die sinnvollerweise mit erfolgenden Strategieüberlegungen sind auch Thema.

meine Antwort

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 8:35 pm on Dienstag, April 29, 2008

Die aktuelle OrganisationsEntwicklung Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management fragt:

Wie tief muss Wandel gehen?

Nun, er muss Inkohärenzen zwischen Strategien, Strukturen und Prozessen beenden und die Korrespondenz zu den Rahmenbedingungen wahren oder wieder herstellen. Dann ist ein echter Wandel erreicht, der sich darin zeigt, dass der Charakter der betreffenden Unternehmenseinheit neu beschrieben werden kann und muss.

Bei Mitarbeitern haben sie dazu noch eine Möglichkeit: Bewußtseinswandel durch lernen erzielen. Lernen bedarf lehren und dies erfolgt am effektivsten durch praktisches Tun, was wiederum die zu ändernden Strategien, Strukturen und Prozesse zumindest im Kleinen vorwegnehmen muß. Um diese im Kleinen wie im zu erreichenden Großen zu definieren, ist ein Bewußtseinswandel erforderlich.

Wandel geht daher stets ans Eingemachte und ist in seinem Ausmaß nur von der Differenz zwischen altem und zu vollziehendem Neu-Denken begrenzt.

Und deshalb teile ich auch die Auffassung von Peter Scholl-Latour, das die Hoffnung gutwilliger NATO-Soldaten, durch aktive Verbesserung der Lebensbedingungen in Irak oder Afghanistan “hearts and minds” zu gewinnen, nicht funktionieren wird. Wie schon Algerien zuvor zeigte. (Zwischen den Fronten, S. 43)

Dass es geht, zeigt andererseits die IG Metall. Sie kehrt die alte deutsche gewerkschaftliche Meinung der Bevorzugung von Mitarbeiter-Mitbestimmung vor Mitarbeiter-Beteiligung einfach um und begrüßt nunmehr das Gegenteil. Offenbar sind nicht alle so fix – VW-Chef Martin Winterkorn lobt die Mitbestimmung. Deutschland verkehrtrum. Wenn wir von der übrigen Welt lernen, setzen auch wir auf Beteiligung und beschleunigen Entscheidungsprozesse zugunsten der Erfolgsmehrung. Wir müssen dabei insbesondere auf den Erfolg von Innovationen setzen – das ist nicht nur gewerkschaftliche Meinung, sondern auch erklärtes Ziel unserer Kanzlerin. Ja richtig, als aktives CDU Mitglied unterstütze ich sie und hoffe zugleich, dass sich politische Gräben zugunsten messbaren Erfolgs schließen.

Vielleicht liegt genau hier das Geheimnis der Mitte. Die dann auch nicht mehr der Makel des Indifferenten, sondern das Zeichen des gelungenen Wandels ist.

Führend

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 10:56 pm on Montag, April 28, 2008

Deutschland hat mal wieder die Nase vorn. Bei Solartechnik. Wie schön, dass Fördergelder mal richtig was bewirkt haben.

Unser rohstoffarmes Land der Dichter und Denker macht ja seinem Ruf alle Ehre und ist auch heute Erfindungsführer in Europa. Wir machen allein 50 Prozent! Und die Top-Ten-Liste der Patentanmelder weist drei deutsche Unternehmen aus: Siemens, Bosch und BASF.

Auch sind die Zahl nicht zugelassener Patentansprüche verschwindend gering, was auch für die Qualität der hiesigen Patentprüfer spricht. Mit dem seit dem 1.3. in Kraft getretenen Londoner Protokoll und der darin vereinbarten Reduzierung der erforderlichen Übersetzungen verringern sich die Kosten von Patentanmeldungen um ca. 30 Prozent. Dies sollte jedoch nicht verführen, mehr anzumelden, denn die Diskussion um sogenannte Trivialpatente hat inzwischen seit 3 Jahren zur kritischeren Anwendung des Patentrechts geführt.

Man sollte meinen, dass der Sinn von Patenten ihre wirtschaftliche Nutzung ist. Bei KMUs ist das auch so, bei Großindustrie ist die Nutzungsquote jedoch wesentlich geringer, so Dieter Rebel, Leitender Regierungsdirektor, Patentabteilungsleiter beim Deutschen Patent- und Markenamt.

Berät Roland Berger eigentlich nur Letzere? Dann wäre die Feststellung von Geschäftsführer Burkhard Schwenker einleuchtend, dass wir Deutschen uns noch schwer tun mit der Vermarktung von Innovationen. Gut, MP3 und Fax haben wir erfunden und wurde woanders genutzt, doch das passiert ja auch Anderen – zugegeben nur ein paar Jahre lang. Stichwort Walkman Sony.

Evidenzbasiertes Management und OE

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 12:17 am on Samstag, April 26, 2008

Lange habe ich gehadert, ob ich das, was ich mache, unter den Begriff des evidenzbasierten Managements stellen sollte. Was das kurz genannte EbM ist, dazu bot eine Einführung die OrganisationsEntwicklung: Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management 1/08.

Ziel des EbM ist, mit seinen Prinzipien die oft vermisste nachhaltige Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu verwirklichen.

Doch dies ist bereits mit der quantentehoretisch interpretierten Synergetik und der daraus abgeleiteten Methode der quantitativen Gestaltanalyse für komplexe Systeme vorhanden. (vgl. auch den Beitrag “Theorie und Praxis” und “Wie es sein soll” in diesem Blog)

Ja, auch die Einstellung, keine “ultimative” Wahrheit zu besitzen, ist erfüllt, denn sie regen gerade zur Offenheit gegenüber anderen Theoriemodellen und zum Ernstnehmen des individuellen Einzelfalls an.

Und ich teile die entsetzte Feststellung von Jeffrey Pfeffer, einem Mitbegründer der EbM-Bewegung in den USA, dass viele Berater davon überzeugt sind, dass es ausreicht, wenn ihren Empfehlungen ihre persönliche Erfahrung zu Grunde liegt – also eine Stichprobe aus einer Person und eine voreingenommene noch dazu.

Und ich teile ebenso seine Forderung, dass nicht nur die Praktiker mit den empirischen Belegen vertraut sein müssen. Und wenn man weiß, wie die Dinge zusammenhängen und sich wahrscheinlich entwickeln, sind Feldversuche kein Herumprobieren.

Original !

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 8:25 pm on Freitag, April 25, 2008

Patente sichern rechtlich vor 1:1 Kopien und der Übernahme von Entwicklungsleistungen und ermöglichen so eine weitgehend geheimhaltungs-freie Abstimmung mit Kooperationspartnern. Sie können auch im Austausch von Technologien zwischen Unternehmen als Währung dienen.

Das Recht gilt es jedoch auch durchzusetzen. Seit dem 11.4. können nun auch Lieferanten, Spediteure und Provider zur Auskunft herangezogen werden – denn seitdem ist das Gesetz zur Durchsetzung geistigen Eigentums in Kraft.

Wenn Sie oder Ihr Unternehmen oder Ihre Institution sich für den Schutz geistigen Eigentums besonders einsetzten, melden Sie sich beim Wettbewerb „Die Idee“.

Wie Sie gegen Produktpiraterie und andere Schutzrechtsverletzungen vorgehen sollten, erfahren Sie hier.

Tag des geistigen Eigentums

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 9:39 am on Freitag, April 25, 2008

Heute ist Tag des geistigen Eigentums: »Innovationen fördern – Rechte schützen«.

Also, wieder auf ins Haus der deutschen Wirtschaft, der Einladung des BDI folgend.

Ende Januar am gleichen Ort war ja der Aktionstag der deutschen Inverstitionsgüterindustrie “Innovationen gegen Produktpiraterie”.

Erschreckend, dass erst da offizielle Initiativen gestartet wurden, um Produkte und Prozesse piraterierobust zu gestalten. Denn dass China ganze Anlagen bis hin zum Firmenlogo und TÜV-Kennzeichen kopiert, und diese inzwischen selbst von Experten kaum vom Original zu unterscheiden sind, ist ja kein neues Phänomen. Doch immerhin, wenigstens passiert jetzt etwas.

Das für mich wichtigste Thema heute: Patente – ein Schutzrecht für jedes Unternehmen. Auch wenn im Januar deren im Zweifel geringe Bedeutung mehrfach betont wurde. Doch ohne ist es noch schlimmer.

Berlin. Ich fordere eine soziale Neuerung. Machen Sie mit ? Bitte !

Filed under: Change Management — Dr. Ricarda Schallnus at 4:26 pm on Donnerstag, April 24, 2008

Gestern zu einem instruktiven Vortrag von Eberhard Diepgen. Natürlich ist es Schwachsinn, einen Flughafen dichtzumachen während ein anderer noch nicht mal finanziell in seiner Entstehung gesichert ist. Die Verzögerungszeiten werden ja auch immer länger bei öffentlichen Bauten.

Daraus wird ein Machtkampf generiert Links gegen Rechts, Ost gegen West. Und die Teilung der Stadt nimmt kein Ende.

Das Eingeständnis, die Andersartigkeit der Menschen im Osten unterschätzt zu haben, ist reichlich billig. Diese Erfahrung haben Parteien ebenso wie die Frauenbewegung gemacht. Leider immer mit der gleichen Handlungsfolge: fallenlassen und abtauchen; mehr oderweniger geordneter Rückzug in das bekannte Obsiegte. Aus der Erkenntnis “oh die Menschen dort sind ja anders als gedacht” folgte eben leider keine Aufbruchstimmung im Westen, die die des Ostens zu einer Gemeinsamkeit hätte werden lassen können.

Verloren haben wir dadurch alle. Unsere Träume. Sie kehren wieder in dem verzweifelten Ringen, doch noch irgendwie ein Stück vom Kuchen abzukriegen. Dabei hätte wir ihn nur gemeinsam größer backen brauchen.

Doch solange es Menschen wie mich gibt, und ich bin sicher, da draußen sind noch viel mehr, liegt auch noch genügend Mehl rum für einen Weiteren.

Wer bringt die Schokolade mit? Milch kriegen wir bestimmt von den Bauern, wenn wir sie bitten und hinfahren mit unseren Eimern. Ob sie sie uns geben oder wegschütten ist ja einerlei, Hauptsache die Molkereien kriegen sie nicht. Also perfekter Zeitpunkt, würde ich sagen.

Noch dazu mit dieser Kanzlerin. Ja stimmt, ihre integrative Kraft vermisse ich auch in letzter Zeit. Doch das sieht sicher nur so aus.

Wenn sie wissen wollen, was ich bin, schauen sie auf die Infoseite hier. Klar lebe ich im alten Westen Berlins, oder glauben Sie, ich könnte Jammern über Verlorengegangenes ertragen, wenn mich Innovationen, also Neues, interessiert? Sicher gehört zu jedem Veränderungsprozess auch die Frage, was ist Behaltenswert, doch vom Sozialismus und von der DDR gab es nichts. Nein, auch nicht die Krippenplätze und Kindergärten. Selbst wenn sie hier tatsächlich fehlen.

Meine Eltern hatten an die Utopie des Sozialismus und besonders an die des Kommunismus geglaubt. Was für ein Erwachen, was hinterher alles offenbar wurde. Doch auch sie ertragen das Jammern nicht, obwohl sie sogar Grund hätten als Wendeverlierer. Stattdessen erleben sie, dass es den Jammerern besser geht als ihnen. Doch sie klagen nicht, sie tun und kümmern sich um andere statt um sich selbst. So sind sie eben, und deshalb waren sie verführbar, damals in der DDR.

Doch zu Horch und Guck haben sie keinen aus meiner Familie verführen können, und Druck funktionierte erst recht nicht. Ebenso wie bei Joachim Fest gab es bei uns den unverrückbaren Grundsatz: Ich nicht. Dazu gehören Werte und dazu gehört Mut.

Standortfrage

Filed under: Change Management — Dr. Ricarda Schallnus at 9:48 pm on Dienstag, April 22, 2008

Deutschland ist wieder attraktiv dank maßvoller Lohnsteigerungen in den letzten Jahren und der Erfahrungen, dass Auslandsverlagerungen real meist weniger bringen als erhofft. (Spiegel)

Schade nur, dass Manager häufig weniger Kompetenz haben als die veränderten Arbeitsbedingungen erforderten, um ihre Mitarbeiter langfristig arbeitsfähig zu erhalten. (mehr Infos bei Spiegel.de) Sie sind nicht mies weil sie es sein wollen, so hoffe ich jedenfalls, sondern weil ihre Ausbildung sie nicht auf die Komplexität ihrer Führungsrolle vorbereitet. Offensichtlich ist ein mitmenschlicher Umgang im verschärften Wettbewerb auch individueller Karrieren nicht mehr so mal eben nebenbei als Lebenserfahrung zu machen.

Da scheint auch der Gedanke durch, dass die wahre Elite erkennbar ist, “indem man nach Lebensläufen schaut, die nicht stromlinienförmig verlaufen wie der Weg vom Turbo-Abitur über den Master ins Bewerbercasting.” (Ulf J. Froitzheim in Technology Review: das M.I.T.-Magazin für Innovationen 04/2008).

Doch bin ich überzeugt, dass es lehr- und lernbar ist. Das liegt nicht nur daran, dass ich als Wirtschaftspädagogin sicher auch Idealistin bin, sondern vielmehr daran, dass die wissenschaftliche Welt durchaus über Theorien verfügt, die der Komplexität der Phänomene angemessen sind. Ich lade sie ein auf meine Website, einige davon kennenzulernen.

Kapital & Kontakte

Filed under: Innovationsfinanzierung,Wissensmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 12:06 am on Montag, April 21, 2008

Risikokapital ist eher Mangelware in Deutschland; es gibt nur eine handvoll finanzkräftiger Venture Capital Fonds. Seit diesem Jahr nun präsentiert sich das französische Unternehmen Seventure Partners auch auf dem deutschen Markt als Investor für stark wachsende junge Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie und Life Science. Seventure Partners verwaltet über 500 M Euro Fondsvermögen und ist Tochter von Natixis Private Equity, einem der führenden Private Equity Unternehmen Europas. Da die Fondstruktur Haltezeiträume von bis zu 10 Jahren ermöglicht und auf langfristige Wertsteigerung statt einer kurz- bis mittelfristigen Wertoptimierung ausgerichtet ist, kann das Unternehmen als langfristiger Partner seiner Portfoliounternehmen agieren. Versprochen wird auch eine optimale Betreuung bei Unternehmensverkauf oder Börsengang.

Um interessanter Partner für Seventure Partner zu werden (ab 1-2-m Umsatz mit Umsatzpotential von mind. 200 m p.a.), können Existenzgründer neuer innovativer Technologiefirmen Unterstützung von rund 200 Innovationszentren erhalten – im ADT: Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V.. Alle die Unternehmensgründung betreffenden Fragen werden beraten, die ersten Schritte betreut und eine Infrastruktur vom Büroservice bis zu modernsten Kommunikationsmöglichkeiten geboten. Mitglieder profitieren von Erfahrungsaustausch, Know-how-Vermittlung und Zugang zu nationalen wie internationalen Netzwerken.

Investitionen für Innovationen vs. Steuerrecht

Filed under: Change Management,Innovationsfinanzierung — Dr. Ricarda Schallnus at 11:05 pm on Samstag, April 19, 2008

Wie sein ehemaliger Compagnion betätigt sich auch der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp als Investor der Medizin – er im Bereich Biotechnologie der Pharmaindustrie. Ebensowie investiert hier die Familie Strüngmann, Gründer von Hexal, heute zu Novartis gehörend. Und auch ausländische Wagniskapitalgeber ermöglichen die Forschung in ca. 500 Unternehmen vorwiegend in Martinsried bei München sowie rund um Heidelberg.

Dann kanns ja wirklich was werden mit der ähnlichen Entwicklung der Biotechnologie wie die Computer- und Informationstechnologie seit den 1970er Jahren.

Doch leider drohen mit der Unternehmenssteuerreform steuerliche Nachteile gegenüber den amerikanischen und britischen Konkurrenten.

Nach bisherigem Entwurf der Reform der Unternehmensbesteuerung führen Börsengang oder Anteilsübernahme zur Beschneidung steuerlicher Verlustvorträge. Übernimmt der neue Anteilseigner gar die Mehrheit am Stammkapital soll der steuermindernde Verlust der Firma gleich ganz verlorengehen.

Äußerst ungünstig für Unternehmen der Biotechnologie mit oftmals 10jährigen Entwicklungen bis zur Marktreife und Investitionen in zumeist dreistelliger Millionenhöhe. Zumindest, wenn sie mal wieder auf der Suche nach finanzkräftigen Partnern als Win-Win-Situation sind.

Ein härtefallausgleichender Gesetzesentwurf hängt seit Herbst im Parlament fest.

Quelle: F.A.Z. 19.04.08 Michal Psotta & Stephan Finsterbusch

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