Innovation !

Ideen ermöglichen, umsetzen, erfolgreich machen – eine Idee mehr

Motiv

Filed under: Allgemein — Dr. Ricarda Schallnus at 12:50 am on Mittwoch, August 27, 2008

Unser Bildungssenator Zöllner – Sie erinnern sich: der mit der Superuni -zündet den nächsten Knaller:

Lehrer wieder verbeamten in Berlin. Ist ja gut, wenn sie dadurch mehr Geld bekommen. Nur:

Ich möchte Lehrer, die für Ihren Beruf brennen. Und nicht nur Menschen, die eine ruhige Ecke suchen. Grad noch da, wo sie unsere Kinder für die globalisierte Welt fit machen sollen. Da hilft keine Angst vor den Risiken; und was anderes sollte ein Mensch, der sich extra eine unkündbare Stelle suchte mit guter Aussicht auf Frühpensionierung wegen all dem Streß, an Zuversicht vermitteln können? Welchen Anreiz hat er, neue Methoden der Vermittlung, damit wir mal einen vorderen Pisa-Rang erreichen, ernsthaft anzugehen und nicht nur mal nach langem und zähen Ringen probehalber für ein Projekt? Ach stimmt, die das machen, waren ja schon die motivierten Lehrer.

Ich darf das sagen. Ich bin Wirtschaftspädagogin.

Und wo wir schon bei Motivation sind: bin gespannt, was der Harvard Business Manager diesmal dazu schreibt. Richtig. Mitarbeiter anbrüllen genügt heute nicht mehr. Doch fürchte ich, dass es wieder mehr darum geht, Andere zu ändern als bei sich selbst anzufangen. Wirkliche Lehrer haben genau das getan. Ich kenn welche.

Daher, liebe BrandEins: nicht nur Wirtschaft braucht Leidenschaft.

Gefunden

Filed under: Innovationsmanagement — Dr. Ricarda Schallnus at 4:41 pm on Dienstag, August 19, 2008

Franz Segbergs, Professor für Sozialethik am Fschbereich Evangelische Theologie der Uni Marburg übt Kritik.

Kritik an der Denkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands, EKD, die die Verantwortung des einzelnen Unternehmers unterstreicht.

Er verweist auf den Widerspruch zwischen Anspruch und Realität, wenn das Streben nach persönlichem Wohlergehen aufgrund der Ehrbarkeit des Kaufmanns zum Wohlstand aller beitragen sollte.

Verweist auf die Notwendigkeit von Strukturen, von Politik und Machtbegrenzung um der “neoliberalen Falle” zu entgehen.

Doch bei mir schleicht sich ein Mißbehagen ein und wird immer größer:

Sind wir wirklich ein Volk, das immer auf den Staat verweist, wenn uns etwas nicht passt? Das den Staat anruft, um etwas zu richten, wo wir selbst gefordert sind? Haben wir vergessen, dass sich Strukturen und Handeln gegenseitig stets aufs neue erzeugen und doch nicht vor wirklich Neuem gefeit sind? Dass es also sehr wohl in der Verantwortung jedes Einzelnen von uns liegt, unser Handeln jenseits der so oft beschworenen strukturellen Notwendigkeit zu rechtfertigen. Dabei verlangten doch gerade die ´68 genau dies von Ihren Vätern. Ließen sich mit Recht nicht abspeisen. Und haben doch jetzt übergroßes Verständnis für all die Stasi-Mitmacher des Ostens. Was ist denn bloß passiert? Haben wir uns eingerichtet in der Bequemlichkeit, fürchten wir uns vor der ach so schlimmen globalisierten Welt nur weil wir nicht mehr an uns selbst glauben? Stattdessen “den Staat” machen lassen wollen und zugleich auf ihn schimpfen, denn natürlich macht “der Staat” es nicht 80 Millionen Einzelnen recht. Kann er ja gar nicht, schon gar nicht, wenn so viel davon einfach zu Hause vor dem Fernseher sitzen bleiben. Anstatt sich selbst einzubringen in diesen Staat.

Mag sein, dass die Verantwortung des Einzelnen auch nicht in ihrer Absolutheit gelebt werden sollte. Das Wissen haben wir ja auch gerade durch die Bibel, die EKD also als Allererste. Und doch tut es gut, bei all dem Verantwortungsverschiebe auf den Staat mal die ganz andere Position vertreten zu wissen.

Und wir erinnern uns, erst durch die Vereinbarkeit von christlichem Glauben, von Protestantismus und Kapital wurde der Westen zu dem, wovon wir noch heute profitieren. Es ist also nur eine Rückkehr zu ziemlich alten Positionen, gerade in der Abkehr von der Wolfgang Hubert´schen Formel “Vorrang der Arbeit vor dem Kapital”,  Herr Segbers. Sie sollten das eigentlich wissen.


Bild von pixelio.de Fotograf: Manfred Rose

Leider mehr als nur ´68 Ost

Filed under: Allgemein — Dr. Ricarda Schallnus at 9:39 pm on Donnerstag, August 14, 2008

Als die Interventen in Prag einmarschierten

Verteilte Brasch am Prenzlauer Berg Flugblätter:

Wollt Ihr Euch alles gefallen lassen?

Das Schlimme war nicht, dass sie ihn nach drei Tagen abholten

Das Schlimme war, dass er nach drei Tagen merkte, ja

Sie wollen sich alles gefallen lassen.

Ein Gedicht von Adolf Dresen für Thomas Brasch

Dabei haben Menschen in jedem sozialen System drei Möglichkeiten:

Anpassung – Veränderung des Systems durch eigenes Tun – Verlassen

Ja, der Preis kann hoch sein. Nach Werten zu handeln. Wegen Werten zu sterben.

Doch sind es genau diese Menschen, die die Geschichte überstrahlen.

Und zum Glück sind wir dabei nicht allein.

23. Psalm.

Oder – so um die 2000 Jahre neumodischer:

Punk.

Hat nichst zu tun mit pinkfarbenen Haaren, Nietengürtel und Hund.

Teilungsfragen

Filed under: Change Management — Dr. Ricarda Schallnus at 11:11 pm on Mittwoch, August 13, 2008

Schade, dass der Artikel mit den Erfolgskriterien für den Umgang mit Gefühlen bei Mergers & Acquisitions erst jetzt erschien in der 3/08 der OrganisationsEntwicklung.

Denn sonst hätten wir vielleicht die Wiedervereinigung besser hingekriegt.

Doch wenigstens jetzt auch hier in Stichpunkten:

  1. Vorahnung
  2. Schock
  3. Positiver oder negativer emotionaler Hype oder: Honeymoon oder Abwehr
  4. Rationale Einsicht
  5. Emotionale Akzeptanz
  6. Öffnung
  7. Integration

Statt Integration ist noch Resignation möglich – es erfolgt zwar rationale Einsicht und emotionale Akzeptanz doch gelingt die Öffnung nicht. Was in einer Endlosschleife zwischen Phase vier, fünf und sechs enden kann.

Sieht so aus, als ob wir Deutschen in Ost und West noch vielfach da hängengeblieben sind.

Dann brauchen wir Konzentration auf neue Aufgaben mit überschaubaren Zielen, um den Lernwillen nicht abzugraben.

Ich fürchte, Letzteres haben wir vielfach schon geschafft.

Dann hilft nur noch motivieren mit Kopf, Bauch und Hand – so Professor Hugo M. Kehr.

Doch gibts ja leider genügend Profiteure der weiter bestehenden Teilung Deutschlands. Wie schade – zum 13. August.

Falls es Jemand bereits vergessen hat: Mauerbau.

Ach, das wollte ja vorher auch Niemand. Klar. Dann ist ja auch Niemand verantwortlich. Wie praktisch.

Planlos ans Ziel

Filed under: Change Management — Dr. Ricarda Schallnus at 10:54 pm on Samstag, August 9, 2008

Da erreichte mich gestern wieder der Innovations-Newsletter von Daniel Zanetti.

Mit Recht erinnert er daran, dass:

“Wer Zeit für Projekte und Aufgaben nicht frühzeitig in seiner Agenda reserviert, der wird vom Tagesgeschäft so absorbiert, dass er letztendlich für die wichtigen Dinge immer zu spät oder zu gestresst sein wird.”

Für wesentlicher als die Entscheidung für die ABC-Analyse oder das Eisenhower-Prinzip zwecks Prioritätenfestlegung hält er die Überlegungen zur Planung.

Doch Planung hin oder her – tun Sie doch einfach, was Ihnen ins Herz gelegt ist. Mal mehr mal weniger, je nach Tagesform. Zumal uns ja auch nur Tag für Tag offenbart wird, was unsere Aufgabe hier ist. Im Konkreten, allgemein ist sie ja klar:

Helfen.

Durch das was Sie können. Jeden Tag ein bisschen besser. Und wenns mal arg wird und gar nichts mehr zu gehen scheint – vertrauen Sie darauf, dass auch Ihnen dann geholfen wird. Ich wünsche es Ihnen. Dass sie vertrauen können.

Bild von pixelio.de Fotograf: wrw

Mit Freude

Filed under: Allgemein — Dr. Ricarda Schallnus at 8:54 pm on Freitag, August 8, 2008

Es gibt doch tolle Professoren.

Wie den Physikprofessor von Kris Gopalakrishnan, Gründer und CEO des indischen IT-Dienstleisters Infosys:

Er lehrte

Tu das, was du gern tust, arbeite hart, und es wird gut gehen.

Deshalb liebe ich es, Freiberuflerin zu sein. Und ganz egal was Sie tun – Ihr Leben zeigt Ihnen, was noch besser sein könnte. Und dann tun Sie es doch einfach mal. Mit Freude.

Und ja, ich meine dass es geht, einem Jeden – ganz egal ob selbstständig oder angestellt – ein Stück mehr Freude in seinen Arbeitsalltag zu bringen. Womit wir bei der schwierigsten Aufgabe jeder Führungskraft sind:

Leute zu motivieren.

Doch ich find das nicht schwierig:

Gehen Sie voran und lassen Andere Ihre Freude spüren. Denn Spaß ist ansteckend. Und bei wem es nicht funktioniert, auf den können Sie auch meistens gut verzichten. Doch bitte fragen Sie ihn erst, was ihm denn die Stimmung so verhagelt. Denn vielleicht haben Sie ja irgendwo vergessen, hart zu arbeiten.

Nein, dazu müssen sie nicht intelligent sein. Ich bins auch nicht sonderlich. Es kommt darauf an, was wir tun. Und wie wir es tun. Bei Mama schmeckts ja auch wegen der Liebe, die sie reintut.

Bild von pixelio.de Fotograf: Joujou

Bitte einmal Intelligenz für MMM aus M

Filed under: Allgemein — Dr. Ricarda Schallnus at 8:16 pm on Freitag, August 8, 2008

Da schreibt doch Brandeins-Leser Herr Max Meier-Maletz aus Meerbusch:

  1. Es sind nicht alle Menschen gleich intelligent.
  2. Intelligenz läßt sich weder lehren noch lernen.
  3. Auch Ungebildete können erfolgreich leben.
  4. Zwischen Dummheit und Intelligenz gibt es viel Abstufungen.
  5. Bildung schafft keine Intelligenz, aber mindert Dummheit.
  6. Kreativität ist mit Intelligenz verwandt, aber nicht mit Bildung.
  7. Intelligenz findet in allen Lagen eine Lösung – außer im Krieg!
  8. Intelligenz ist nicht gleich Bildung.

Ich finde:

  • These acht ist überflüssig infolge These zwei und fünf. Wobei fünf und zwei auch inhaltlich identisch sind.
  • Aus These eins und zwei folgt notgedrungen These drei und vier. Also drei und vier auch überflüssig.
  • These zwei wird von Intelligenz-Test-Kritikern mit Freude niedergemacht.
  • These sieben disqualifiziert sich selbst. Und schließlich
  • These sechs – hier zeigt doch Herr MMM mit seiner aufgeblähten Thesenliste selbst wie gut er im Aufblähen, sprich Kreativitätstechniken, ausgebildet wurde.

Bleibt also übrig, dass nicht alle Menschen gleich intelligent sind. Da können wir dann noch das Wort intelligent streichen. Und oh Wunder – es bleibt übrig:

Eine Banalität.

Wegtreten bitte.

Ach nein, Schaumschläger und Quarkrührer sind ja gefragt. Wo nochmal?