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Zwangspausen

Filed under: Change Management,Wissensmanagement,Zukunftsforschung — Dr. Ricarda Schallnus at 12:03 am on Mittwoch, Dezember 31, 2008

Rückblicke sind ja momentan beliebt. Also bei mir gabs eine Menge Neues, also genau richtig für Neues-Liebende wie mich, und wie es so ist, läuft nicht alles gleich so wie gewünscht. Daher auch hier diese lange Pause. Zwangsweise. Doch ist dies eine Geschichte, für die die Zeit noch nicht gekommen ist. Wenn der Zwang vorbei ist kann sie erzählt werden. Ist auch hiermit versprochen, denn ja, es ist zwar ein individueller Engpass, doch steckt Methode dahinter, die es gilt zu verändern. Zum richtigen Zeitpunkt. Denn der ist immer mit-wichtig.

Pausen sind ja auch durchaus gut, und bei Neues erstrebenden Menschen manchmal tatsächlich nur per Zwang durchzusetzen. Denn was passiert in den Pausen – wir besinnen uns, erden uns, gewinnen ein Gespür dafür, ob das, wonach wir so emsig streben, wirklich Wert hat. Und wenn ja, wie wir diesem Wert in unserem Tun noch besser gerecht werden können. Jedenfalls mach ich das.

Und so könnte doch eine Konjunktur-Maßnahme sein, für das nächste Jahr mehr Feiertage zu verordnen. Dass sich unser aller Gier etwas weniger austoben kann.

Doch oh je, da gibt es auch jetzt die Fälle von Kurzarbeit, die keine ist. Wo nur in weniger Zeit genauso viel gearbeitet wird wie zuvor, und na klar, bei weniger Geld. Vom Arbeitgeber. Und nein, das Einspringen der allgemeinen Kasse für die Mitarbeiter klappt auch nicht wie zugesagt. Schon jetzt nicht. Wie erst, wenn noch Mehr auf diesen Dreh kommen?

Und so beginnt der Wandel von der Gier des Einzelnen zum Nutzen der Gemeinschaft wie auch des Einzelnen eben bei jedem selbst, der Verantwortung trägt. Der eine mehr, der andere vermeintlich weniger.

Verantwortung hätte wohl auch doch geheißen, Lehman Brothers Inc. zu stützen. Ja, ich kannte nicht alle Zusammenhänge. Auch jetzt noch nicht. Weiß nur, dass es wesentlich ist, genau hinschauen zu können und das es dazu auch Ihres Wissens bedarf. Daher: Bitte schreiben Sie mir. Ich bin interessiert.

Unverantwortlich finde ich, wenn der diesjährige Nobelpreisträger für Wirtschaft Paul Krugmann sagt, er hat Angst vor 2009. Was nützt das? Nichts. Es bestätigt nur die Angst Vieler. Verstärkt sie gar, denn wenn er es sogar sagt …

Ich wünschte, dass Herr Krugmann seine Angst für sich behalten und uns stattdessen seine Einschätzung und Handlungsempfehlungen mitgeteilt hätte. Dann hätte auch jeder verstanden, dass die Lage ernst ist, doch wären wir ermutigt worden. Das Entmutigen macht die Welt schon immer ganz alleine, jeden Tag. Umso mehr bedürfen wir der Hoffnung.

Ich ärgere mich auch deshalb so sehr über Paul Krugman, da der Film von Rainer Werner Fassbinder ‘Angst essen Seele auf’ gerade erst durch die Forschung bestätigt wurde. “Jede Art von Verunsicherung, von Angst und Druck erzeugt im Gehirn eine sich ausbreitende Unruhe und Erregung.”, so Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen und Mannheim/Heidelberg. In Folge dieser inneren Anspannung scheuten Menschen jedwede Experimente und auch die über die Sinneskanäle eintreffenden Wahrnehmungsmuster können nicht mehr mit bereits gespeicherten Erinnerungen abgeglichen werden. Kürzer gesagt: Angststarre. Nichts geht mehr.

Mut hingegen stellt sich “erst bei Vertrauen in eine entsprechend weitsichtige Führung ein”.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes neues Jahr.
Vertrauen Sie der Zukunft oder lernen Sie zu vertrauen. Damit Sie und die Ihnen Anvertrauten ihr volles Potential entfalten können. Lassen Sie Gedanken fliegen und entdecken Sie gemeinsam neue Flugrouten und Fluggeräte. Gerade jetzt, in dieser Zeit. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute dafür.


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