Das gestrige Wahlergebnis zeigt: wir setzen auf Wachstum und Innovationen. Unsere neue Regierung wird wohl reichlich innovativ sein müssen, trotz Riesenschulden Hoffnungen zu erfüllen, Vertrauen zu rechtfertigen.
Wie Vertrauen entsteht und auch wieder zerstört wird, dazu legte Volker Dobler, Direktor Client Service Research bei der Gruppe Nymphenburg Consult in München, gerade einen Artikel im September Harvard Business Manager vor.
Vertrauen sieht er als zusammengesetzt aus der
- (Fach-)Kompetenz der Mitarbeiter
- Integrität des Unternehmens und
- Herzlichkeit, mit der es gelingt, ein WIR-Gefühl zu vermitteln.
Treiber für Vertrauen und seine Zerstörung bei Nichteinhaltung sind:
- Zuverlässigkeit,
- Ehrlichkeit,
- Halten von Versprechungen.
Notwendig zur Aufrechterhaltung von Vertrauen, ohne davon mehr zu schaffen:
- die Etabliertheit eines Geschäfts/einer Organisation
- dass es ein kompetentes und gut organisiertes Geschäft ist
Nützliche Zugaben ohne relevante Nachteile bei Nichtvorhandensein sind:
- sich allergrößte Mühe zu geben, das Beste zu bieten sowie
- professionelle und besonders kompetente Mitarbeiter
Nachrangige Faktoren für den Aufbau von Vertrauen schließlich sind:
- ein gutes Preis-Leistungsverhältnis
- der Grad des Vermissens, wenn das Geschäft/die Organisation nicht mehr da wäre.
Konzentrieren wir uns also auf das Wichtigste und tun einfach, was wir sagen. Mit Herz. Verstand haben wir ja genug. Und nein, ich werde nicht hämisch gegenüber der SPD. Demokratie braucht starke Gegengewichte.
Und bedenken wir: Fehler passieren überall. Einmal ist keinmal, doch zweimal, da wirds schwierig mit dem Vertrauen. Erleb ich grad selbst hier mit meinem Blog. Zweimal war der Server in letzter Zeit down. Beim ersten Mal waren alle Artikel gerettet. Seit dem zweiten Mal fehlen trotz Back-ups ein paar. Und schon hatte ich arge Motivationsprobleme, hier weiter zu schreiben. Doch es geht weiter. Versprochen.

Bild von pixelio Fotograf: Peter Bast